Weihnachtsspiel 2009
Weihnacht kommt nie über Nacht! Sie wird immer durch den Advent angekündigt. Wenn es aber einmal soweit ist, verändert sich das Aussehen unserer Umgebung fast schlagartig: Strassen, Geschäfte, Häuser und Wohnungen sind auf einmal mit Lichtern geschmückt und von den Backöfen her verbreitet sich in den Wohnungen ein verlockender Wohlgeruch. Für die einen ist das "Ganze" eine übersteigerte Betriebsamkeit, für andere die alljährlich wiederkehrende und wunderschöne Weihnachtszeit.
Auch dieses Jahr blieb man in der Martinkirche nicht untätig: es wurde geplant und gearbeitet. Warum? Es stand, Gott sei Dank, wiederum ein Adventspiel im Kalender. Das hiess: lernen, üben und nochmals üben und lernen ...
Es war glaublich bereits das dritte Mal in Folge, dass im Adventspiel keine Geburtszene vorkam und die Namen Maria und Josef nie fielen. Das "Fehlen" dieser altvertrauten Begriffe mag vielleicht da und dort Besucherinnen und Besucher stutzig gemacht haben. Mir erging es das erste Mal jedenfalls so. Doch inzwischen habe ich mich bereits an das Neue gewöhnt und gelernt, dass es ohne diese Begriffe auch geht, um so mehr, als dabei nicht alles auf den Kopf gestellt wird. Vermutlich greife ich nicht allzu weit daneben, wenn ich sage, dass dabei die alten Werte bloss in einer anderen Verpackung präsentiert werden?
Zum Spiel: "Einem Engel sind elf Sterne zum Hüten anvertraut. Er verliert einen. Lichtstern, so lautet sein Name, stürzt in Richtung Erde und landet mitten in einer Zirkusarena. - Dr Stärn glitzeret aber nid nume - sondern unterstützt die Zirkusleute auf geheimnisvolle Art und Weise, so dass alle Artistinnen und Artisten das Lampenfieber ablegen und bei ihrem Auftritt über sich hinauswachsen.
Inzwischen ist der den verlorenen Stern suchende Engel bei den Zirkusleuten eingetroffen und schaut dem Treiben zu. Er stellt fest, dass jede Szene mit der musikalische Begleitung ein Höhepunkt ist und entscheidet infolgedessen, den Stern bei den Menschen zu belassen, damit er ihnen weiterhin beistehen kann."
Nun aber zur Frage: ist der Funken auch rübergesprungen? Meine Antwort ist eindeutig: "Ja!" Regie führte Marianne Widmer. Man sah sie gerade zweimal, nämlich während einer halben Minute zu Beginn des Spieles zur Begrüssung des Publikums und etwas länger am Schluss des Spiels inmitten ihrer Artistinnen und Artisten. Ihr Geheimnis war, dem Spiel einen Rahmen, einen Inhalt und ein Herz zu geben! Das zahlreich erschienene Publikum hat das wohl auch so gespürt und reagierte immer wieder mit spontanem Applaus.
Suter MarcellImpressionen zum Weihnachtsspiel
Röm.-Kath. Kirchgemeinde Thun, Kapellenweg 7, 3600 Thun, Tel. 033 225 03 53, Fax 033 225 03 63
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