Adventspiel 2008
Wer erinnert sich nicht an das Krippenspiel vor einem Jahr? Zum Beispiel an den Musiker Pedro, der Strassenkinder aufnahm und sie lesen und schreiben lehrte und, ja und ihnen damit zu einem Startplatz fürs Leben verhalf?
Gespannt wartete man deshalb auf die diesjährige Weihnachtszeit und fragte sich, ob und wie es "Marianne" wiederum schaffen wird, die Geburt Jesu den Besucherinnen und Besuchern näher zu bringen. Und man freute sich "zentume", als es durchsickerte, dass sich etwas tut, d.h. dass gearbeitet, gelernt und geübt wird. Wie würde man sich fühlen, wenn draussen Geschäfte, Häuser, Strassen und Plätze weihnächtlich geschmückt wären, die Martinkirche selber aber durch Dunkelheit und Abseitsstehen glänzen würde.
Am Sonntag, 14. Dezember galt es dann ernst. Um 14.00 h begann die Hauptprobe und um 17.00 h ging dann das Spiel für Gross und Klein über die Bühne. Dauer: rund 1 Stunde.
Worum es ging? Der Schwerpunkt der Geschichte lag bei den "Drei Königen", Kaspar, Balthasar und Melchior
sowie bei der verarmten Witwe, Mutter Tabita, mit ihrer Tochter Kayla. Die ‚Drei Könige' befanden sich auf dem Weg zum neugeborenen König, klopften zu später Stunde am Haus der Witwe und ersuchten um Einlass, um sich am Feuer erwärmen und wenige Stunden ausruhen zu können. Die Witwe schilderte ihre Situation, liess aber die Herrschaften eintreten und ging danach draussen Holz suchen und forderte zudem die Hirten auf, Esswaren zu bringen, weil sie selber rein nichts mehr besass.
Als die Könige ihr wohlverdientes Nickerchen hielten, kam die Mutter Tabita auf die unselige Idee, ihnen für ihre eigene Tochter Kayla etwas Gold Wegzunehmen. Doch sie wurde dabei augenblicklich als Diebin ertappt. Es entstand eine unerfreuliche Situation. Diebstahl - Ehrlichkeit - Verzeihung wurden zum Zentrum des Gesprächs. Mutter Tabita schilderte glaubhaft ihre beengende Situation, so dass die Könige ihr vergaben. Noch mehr, sie nahmen sie und die Tochter Kayla mit auf den Weg zum neugeborenen König.
Das war auch schon das Ende des Spiels. Die Kinder waren ausnahmslos mit "Lyb u Seel" dabei. Für einmal waren weder Maria mit Josef noch eine Krippe zu sehen. Mitgewirkt haben Schülerinnen und Schüler der 7. - 9. Klasse, die Dreamlis, begleitet von Patrick Perrella am Klavier, Instrumentalistinnen und Instrumentalisten sowie die vielen Unsichtbaren, ohne die nichts sichtbar gemacht werden kann.
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