Firmung vom 19. und 20. Mai 2007 in St. Martin
Die Firmvorbereitung lief während eines vollen Jahres sozusagen auf Hochtouren. Die Betreuerinnen und Betreuer freuten sich aufrichtig, die Firmlinge im Unter-richt auf die Firmung vorbereiten zu dürfen. Zusätzlich wurden 3 Intensivtage einge-schoben, in denen Gespräche mit viel Tiefgang geführt wurden. Natürlich wurde auch über die Sinnfragen besprochen.
Die Bereitschaft zum Nachdenken war allenthalben vorhanden. Die Firmlinge lernten miteinander zu reden und einander zuzuhören. Sie merkten u.a. auch, dass die Kirche ein Ort ist, wo Jung und Alt verstanden werden und man sich in ihr daheim fühlen kann. Klar ... hingehen muss man immer noch selber. Einmal erschien sogar der Firmspender, Bischofsvikar Arno Stadelmann, in der Unterrichtsstunde und diskutierte mit ihnen ihren selbstgewählten Leitspruch: "Gott gab dir das Gesicht, doch lächeln musst du selbst!"
In der Predigt erinnerte der Bischofsvikar die Firmlinge an seinen oben erwähnten Besuch und sagte, dass er ihn noch gut in Erinnerung habe und ging in der Folge nochmals auf den Leitspruch ein. Seine Betrachtung ergänzte er mit Gedanken aus der "Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Korinther". Es war eine eindrucksvolle Predigt.
An beiden Tagen spendete er das Sakrament der Firmung: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Die Firmlinge wurden also nicht von einem "fremden" Gesicht gefirmt. Man spürte irgendwie, dass Firmspender und Firmling einander kannten. Die Firmung selber war nicht nur für die Firmlinge und Paten ein feierlicher Moment, sondern für alle Anwesenden.
Die Besinnung und Fürbitten waren von den Firmlingen zusammengestellt worden. Man konnte ihnen entnehmen, dass sie mit beiden Füssen auf dem Boden stehen, d.h. dass sie das Geschehen in ihrem Umfeld, aber auch den Lauf der Dinge draussen in der weiten Welt kritisch und doch verständnisvoll registrieren und sich ihre eigenen Gedanken darüber machen. (Siehe u.a. Pfarrblatt Nr. 21 vom 19.5.2007)
Am Schluss dankten die Neugefirmten ihren Eltern, dem Firmspender, den Betreuerinnen und Betreuern, der Band St. Martin, den Hootchers, den Panflötistinnen, dem Mann am Klavierspieler u.a.m. Kein Zweifel bestand darüber, dass das Dankeschön aus vollem Herzen kam. Überhaupt war es eine schöne, d.h. viel Tiefe und Gefühl aufweisende Feier.
Wie weiter? Die Firmung bedeutet keineswegs das Ende eines Lebensabschnit-tes, sondern ist bloss ein weiterer Anfang: "Wir gehen von Anfang zu Anfang durch immer neue Anfänge, die nie ein Ende haben", sagt Gregor von Nyssa. Natürlich werden die Neugefirmten es auf ihrem Weg auch mit Gegenwind zu tun bekommen, doch das gehört nun mal zum Leben. Sie wissen auch, dass der Staffelstab eines Tages auf sie übergehen wird. Wir hoffen, dass auf ihrem Weg der Geist Gottes wirksam wird.
(Suter Marcell)Bilder der Firmung
Fotos: Georg Englert
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