Firmung 2006
"Hoffnung, sie stirbt zuletzt."
Bekanntlich ist die Firmung eines der sieben Sakramente unseres Glaubens. Während eines Jahres haben sich die nun Neugefirmten zusammen mit dem Unti-Team intensiv mit dem Glauben befasst, das heisst bei guter Stimmung die Beziehung zu Gott gepflegt, vertieft und sich auf diese Weise auf den "grossen" Tag, den Firmtag nämlich, vorbereitet. Mit der Übertragung des Heiligen Geistes durch Handauflegung und Salbung erhielten die Gefirmten Kraft für ihren weiteren Lebensweg.
Firmspender war wie im Jahr zuvor Domherr Beck aus Basel. In seiner Predigt setzte er sich hauptsächlich mit dem oben erwähnten Leitspruch der Firmlinge auseinander. Die persönlich ansprechenden Worte werden sicher noch lange in unsern Köpfen haften bleiben. (Siehe auch die lesenswerten Artikel zum Thema Firmung mit den hoffnungsvollen Textideen, welche unser Diakon Urs Zimmermann-Suter im Pfarrblatt Nr. 20 und 21 zusammenstellte.)
Mit dabei waren auch wieder die Jugendband und die Hootchers unter der Leitung von Patrick Perrella bzw. Frau Sonja Pfammatter. Ohne das Mitmachen dieser beide Gruppen können wir uns den Firmgottesdienst kaum mehr vorstellen. Während der Firmung entlockten Frau Monika Hagen und Frau Silvia Mazotti ihren Panflöten stimmungsvolle Töne, begleitet von Patrick Perrella auf dem Klavier. Einen spontanen und herzlichen Applaus holte sich Cyril Gehrig für seinen Auftritt mit dem Saxophon. Auch er wurde von Patrick begleitet. Man spürte: die Firmung kam beim zahlreich erschienen "Publikum" an. Doch hinter und vor der "Bühne" waren noch viele andere tüchtige Hände am Werk. Allen einfach: merci, merci!
Nach dem Gottesdienst besammelte sich die Gemeinde im Hof unserer Kirche, wo die Neugefirmten Tauben fliegen liessen. Zur Erinnerung: Die Taube ist das Symbol für Gottes Geistkraft, die Leben schenkt. In der Firmung geht es um den Zuspruch dieser Kraft für das Leben. Dies ist auch der Grund, dass wir die Taube bei unserer Firmung immer wieder fliegen lassen.
"Us Chinder wärde Lüt!" sagt man. Und wie schnell das ging, mag manche Mutter und mancher Vater und die noch ältere Generation angesichts der sauber und festlich gekleideten jungen Menschen gedacht haben. Ja und nach wie vor ist es so, dass der junge Mensch auf Veränderung drängt, der die ältere Generation Widerstand leistet. Beides wird seinen Sinn haben, aber der Widerstand der älteren Menschen sollte stets konstruktiv sein.
Den Neugefirmten wünschen wir im einmal ruhig fliessenden, ein andermal wild sich gebärdenden Strom des Lebens viel Glück. Das Glück, so sagt eine alte Weisheit, liegt eher im Erringen als in Besitz und Sättigung. "Bhüet ech der lieb Hergott!"
Suter MarcellImpressionen der Firmung
Fotos: Georg Englert
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