Wir glauben. Menschenrechte fordern Einsatz

Neues Hungertuch für die Fastenzeit. Das Tuch ist in der Martinskirche aufgemacht und dazu gibt es Erklärungen und Meditationen

"Glauben und Menschenrechte sind ein ungewohntes Paar. Und doch gehören beide untrennbar zusammen. Wie können wir heute glaubwürdig Christen sein und von der Güte Gottes erzählen, wenn täglich Menschen in ihren Grundrechten verletzt werden?"

Dies schreibt der Direktor des Fastenopfers, Antonio Hautle zur diesjährigen Aktion.

Foto zweier schwarzer Kinder sitzend auf einer Bank

Die Menschenrechte sind den Menschen ins Herz geschrieben. Dort waren sie schon lange bevor sich Rechtsgelehrte an den Entwurf der Erklärung machten.

Mary Robinson, (*1944) ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte

Menschenrechte klingen für uns oft sehr abstrakt, ebenso auch der Glaube. Beides aber lebt nicht in der Theorie, sondern im Leben, wo Recht und Glauben auf dem Prüfstand stehen.

Als drittes Stichwort ist "Einsatz" enthalten. Sich einsetzen für Menschen und ihre Rechte, für ihre menschliche Würde, dies entspricht auch dem Grundgebot des christlichen Glaubens.

Foto schwarzer Eltern mit ihrem Baby auf den Armen

In der Zwischenzeit haben die Einwohner von Thun bereits die Unterlagen erhalten: einen Brief der AKiT und die Agenda.

Die Agenda lädt dazu ein, an lebendigen Beispielen immer wieder die Frage nach den Menschenrechten aus einem andern Blickwinkel zu sehen. Und: wir werden merken, wie konkret der Bezug zum Leben für uns und für die Beziehungen zu den Mitmenschen sind.

Überlegen, nachdenken, sich besinnen, sich informieren über die Lage der Menschenrechte und über deren Bezug auch zu unserem Glauben, dies alles gehört zur Fastenzeit.

Gefragt sind aber auch unsere grösseren oder kleineren finanziellen Beiträge zuhanden des Fastenopfers, das sie nach sorgfältiger Prüfung der Projekte für in- und ausländische Werke weitergibt

Dazu sind der Agenda Einzahlungsscheine beigeheftet. Bei jenen, die in der Stadt Thun ökumenisch verteilt wurden je einer von Brot für alle und Fastenopfer, bei den Briefen an die Aussengemeinden nur der vom Fastenopfer. Zusätzlich liegt das Opfertäschchen bei.

Motto 2006: Wir glauben. Menschenrechte fordern Einsatz.

Besonders machen wir Sie aufmerksam auf die zusätzlichen Aktionen, Veranstaltungen und Gottesdienste in der Fastenzeit:

Mehr unter: www.fastenopfer.ch