Weihnachtsspiel in St. Martin
Vorweg: Die "Schülerweihnacht" gehört in unsere Vorweihnachtszeit wie das Vaterunser in die heilige Messe. Titel: "Die dopplet Wiehnachtsüberraschig". Autorin: Frau Marianne Widmer.
Regie: Die Autorin und Pia Krähenbühl. Zielsetzung: Einstimmung in das Weihnachtsfest.
Inhalt: Die Schülerin Rina musste auf Geheiss ihres Vaters ihre zwei niedlichen "Meersöuli" Flopsi und Mopsi in die Zoo-Handlung weggeben, für immer. Sie klagte ihr Leid der im glei-chen Haus wohnenden alten Frau Zuber und etwas später der eben von einer Tournee zu-rückgekehrten Zirkusartistin Lara. Um Rina auf andere Gedanken zu bringen, schlug Lara vor, zusammen ein Zirkusstück einzuüben und dieses an Weihnachten im Spital den kranken Kindern vorzuführen. Rina war augenblicklich begeistert. Schulkameradinnen und Schulka-meraden meldeten sich freiwillig zum Mitmachen. Schliesslich war es soweit: der Engel stell-te einen Weihnachtsbaum auf, und die drei Könige zündeten eine Kerze an, sprachen den kleinen Patienten Mut zu und gemeinsam mit den Patienten wurde ein Lied gesungen. Dann jedoch hiess es: "Vorhang uuf für üse Wiehnachtszirkus". Darbietungen: Seifenbla-sen/Kopfstand/ Überschläge/Cornet/Schwingen von bunten Bändern/jonglieren. Die anfäng-lich eher düstere Stimmung der Patienten hellte auf und schlagartig herrschte Lebensfreude. Personal und Patienten klatschten jedes Mal freudig mit den Händen. Soweit die Fakten. Nein, denn in Wirklichkeit war noch viel mehr im Spiel eingebettet, nämlich Menschlichkeit, Liebe zur stummen Kreatur, Einfühlvermögen, Rücksichtnahme, Freude bereiten, Mut ma-chen, Bewältigung von Schwierigkeiten, gemeinsam etwas verwirklichen und anderes mehr.
Das Schönste für Rina jedoch folgte kurz nach der Vorstellung: Frau Zuber überreichte ihr als Weihnachtsgeschenk das "Söuli" Flopsi, und auch die Artistin Lara gestand Rina, dass sie Mopsi in der Zoo-Handlung abgeholt habe und er nun bei ihr in der Wohnung lebe. Rina verpflichtete sich noch so gerne, bei Laras Abwesenheit zum Mobsi zu schauen.
Selbstverständlich wirkten auch die Dreamlis und Weihnachts-Singkinder mit und brachten mit ihren geschickt ausgewählten Liedern Licht in die Herzen der Anwesenden. Mit von der Partie waren aber auch Patrick (Klavier) und Urs (Mundharmonika/Gitarre). Ein Höhepunkt besonderer Art wurde ganz am Schluss der Mundharmonika-/Gitarrenvortrag des Liedes "The little drummer boy" durch das Mitsummen des zahlreich erschienen Publikums.
Alles ging wie am Schnürchen. Es war eine fesselnde, aber auch besinnliche Einstimmung in das bevorstehende Weihnachtsfest. Den anhaltenden Applaus hatten alle hinter und auf der Bühne Wirkenden vollauf verdient.
"Bis nächscht Jahr" kann man da eigentlich nur noch hinzufügen.
Bilder des Weihnachtsspiels
Fotos: Georg Englert
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