Dankeschön
Grossen Dank allen Frauen und Männern, allen Jugendlichen und Kindern, die
sich mit ihrem Schaffen während der Adventszeit so eingesetzt haben, dass
wieder eine so wertvolle Weihnachtszeit möglich wurde. Es gab so viele
Dienste, lieben Dank für alles. Auch die grossen Beträge von den Kollekten aus den Gottesdiensten beweisen
die ungebrochene Solidarität zu den Notleidenden auf den Welt. Das ist ein
echtes Zeichen unserer Gesinnung.
Allen wünschen wir weiter eine so grossartige Verbundenheit und für das 2004 Gottes Segen und Wohlergehen in Familie und Beruf.
Euer Seelsorge- und Untiteam und Pfarreirat St. MartinMasira - Krippenspiel vom 14. Dezember in unserer Kirche
Ein Spiel in lärmfreier Zone und ohne Dramatik, ohne Alltagshektik und Probleme? Nein, denn das wäre weltfremd, birgt doch schon das Leben jedes Menschen eine Menge Spannung. Auch die Geburt Jesus und dann vor allem sein Erdenleben war nicht ohne Spannung und Ängste.
Es ist nicht meine Absicht, hier einen Abriss des Spiels zu geben, sondern ich möchte auf das im ersten Bild und das fast am Schluss stattgefundene Gespräch zwischen Andreas (Christ) und Masira (Muslimin) eingehen: Masira erzählte Andreas, dass sie Muslimin sei und deswegen ein Kopftuch trage und unsere Weihnachtsgeschichte nicht kenne. Andreas begann zu erzählen: "Also, a Wiehnachte isch Jesus gebore." Masira: "Ah ja, de Jesus, dä kenn i. Dä isch bi üs unger emene Boum amene Bächli gebore. Er isch e Prophet wie dr Prophet Mohammed."
Hierauf erzählte Andreas seiner Freundin eine in der Klasse gehörte "Ringparabel", auf die ich hier aus Platzgründen nicht näher eingehen kann, hoffe aber, sie bald einmal im Pfarrblatt lesen zu können.
Es folgten die weitern Szenen: "Befehl des Kaisers", "Bei der Herberge", "Hirten" usf. Am Schluss sagte Masira zu Andreas: "Du Andreas, das isch ja super, i ha i däm Spiel no meh Gmeinsams i üsne Religione entdeckt: Ou bi üs im Islam heisst d Muetter vom Prophet Jesus Maria. Ou Engle kenne mir. U i bi froh, dass i sonä schützende Engel ha, vor allem i schwirige Zyte!"
Fazit: Das Krippenspiel ging auf bedeutende Probleme unserer Zeit ein. Es ging "as Läbige". Das tat gut. Das war gut für alle, die besorgt sind über den Zustand der Welt. Wenn auch ihre Sichtweise verschieden war, in Jesus besassen Masira und Andreas einen gemeinsamen Anker. Jesus schenkte ihnen die Freiheit, zu leben und Luft zu atmen ... Es erklang das Schlusslied "Tragt in die Welt nun ein Licht". Ich meine: wenn das Leben eine Schule ist, war die Aufführung des Weihnachtsspiels eine bedeutsame Lehrstunde. Andreas und Masira haben verstanden! Verstehen auch wir andern?
(Marcell Suter)Röm.-Kath. Kirchgemeinde Thun, Kapellenweg 7, 3600 Thun, Tel. 033 225 03 53, Fax 033 225 03 63
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