Firmung vom 17. und 18. Mai 2003 in St. Martin

Friedenstaube für die Welt Einzug The Hootchers Bandleader Patrick Rosen und Kerzenlicht Die Begrüssung Sonja dirigiert Die Besinnung Die Lesung Alle feiern mit Die Tischgemeinschaft Dankesworte fehlen nicht Friedenstaube für unser Leben Firmsignet Changes Fantastischer Blumenschmuck

54 Firmlinge haben sich mit Leitmotiv „Changes“ auf die Firmung vorbereitet. Der Firmspender, Domherr Hans Baur, aus Thun freute sich auf die Firmlinge. Und pünktlich betraten die Firmlinge mit der „Firmgotte“ bzw. dem „Firmgötti die Kirche und steckten die mitgeführte Rose vor dem Altar in zwei Vasen. Der Domherr begrüsste die Firmlinge, Paten und „normalen Gottesdienst-Besucher. Es herrschte eine lockere-ernste-gwundrige-erwartungsvolle Stimmung. Der Firmspender ging in der nicht moralisierenden Predigt auf das „Leben sowie das von den Firmlingen selbstgewählte Leitmotiv ein. So sagte er z.B.: Der Heilige Geist weht dort, wo ER will und nicht dort, wo wir wollen. Ein Höhepunkt besonderer Art war dann die Spendung des Sakramentes „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist" und später die Eucharistie.

Langsam füllte sich die Kirche mit dem Duft von Weihrauch. Die Firmlinge trugen auch Fürbitten vor, z.B. „Wir bitten dich, lieber Gott, uns Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben, so dass wir unsere Träume und Ziele erreichen und verwirklichen können.“ Unsere „Hootchers“ und „Jugendband“ sangen bzw. spielten mit viel Gefühl. Sie sind kaum mehr wegdenkbar. Aber da war noch jemand da, nämlich das Publikum. Dieses setzte sich aus „Firmgotte“ und „Firmgötti“, Familienangehörigen der Firmlinge und „normalen“ Gottesdienstbesuchern zusammen.

Dank der Aufteilung der Firmung auf zwei Tage wurde niemand daran gehindert, in die Kirche zu kommen. Dass der Entscheid richtig war, zeigte sich darin, dass die Kirche zweimal „voll“ war. Ohne das zahlreich erschienene Publikum hätte nie eine so gute Stimmung aufkommen können. Es bestätigte sich einmal mehr, dass eine Firmung Familien und Angehörige einer Pfarrei näher zusammenrücken lassen kann. Und nur wenn dies spürbar geschieht, kann von einem Familienfest bzw. Pfarreifest gesprochen werden. Vermutlich ist es sogar so, dass diese Mitfeiernden die Hauptverantwortung für ein gutes Gelingen eines Festes tragen. So dürfen wir denn hier ruhigen Gewissens sagen, dass das „Publikum“ seine Verantwortung wahrgenommen hat. Man überlege einmal kurz, welchen Eindruck die Firmlinge mit nach Hause nähmen, wenn sie den Gottesdienst vor leeren Bänken feiern müssten?

Doch schauen wir jetzt nach vorn. Unsere Firmlinge werden demnächst in ein „anderes“ Leben einsteigen und gemäss ihrem Leitmotiv „Changes“ und mit Hilfe des Heiligen Geistes Altes und Neues unter die Lupe nehmen und gegeneinander abwägen. Vielleicht wird es ihnen zu gegebener Zeit gelingen, Brücken zu Türen zu bauen, die uns bis dahin verschlossen waren. Nach dem Segen führte der Auszug in den Hof, wo bei bewölktem Himmel Friedenstauben frei gelassen wurden. Eine würdevolle Feier ging damit zu Ende.

(Marcell Suter)