Weihnachtsspiel mit den 8. Klässlern
"Dass es Wiehnachte wird ..." - Wie war es?
„Wieder ... Nein, so langweilig dürfen wir den Bericht nicht anfangen.
Obwohl dem Spiel der gleiche Gedanke zugrunde lag wie den früheren Spielen, war doch vieles anders, ja ganz anders. Lag es an der neuen Regieleitung?
Der Weg in die Kirche führte für einmal durch den alten Pfarrsaal, wo „Märitständ“ aufgestellt waren und es im wahrsten Sinne des Wortes marktschreierisch zuging. „Chömed langed alle zue. Es het für Grossi u Chlini gnue“, wurde von Verkäuferinnen und Verkäufern in die Menge gerufen. Am Ende des „Märits“ betrat man dann die nur spärlich beleuchtete Kirche. Hier im sakralen Raum ging es ruhiger und vor allem besinnlicher zu.
Erste Szene
„Dass es Wiehnachte wird.“
Zweite Szene
„Rücksicht näh beim Musigüebe.“
Dritte Szene
„Geschichte erzählen.“
Vierte Szene
„Alte Frau besuchen.“
Fünfte Szene
„Krippenszene.“
Die Szenen spielten z.T. in der Gegenwart. Der uns hier zugestandene Raum lässt ein näheres Eingehen auf die einzelnen Szenen nicht zu. Allein schon die Titel sagen der geneigten Leserin und dem Leser imgrunde recht viel über den Inhalt aus.
Soviel jedoch sei zum Spiel gesagt: Frau Marianne Widmer und Pia Krähenbühl wagten einen Neuanfang, versuchten die Dinge mit neuen Augen anzugehen und dort zu beginnen, wo andere aufgehört haben. Dieses (bzw. jedes) Anfangen ist unser Schutz gegen das Versinken in Routine und Langeweile, aber auch die Chance, die Spontaneität beizubehalten, Neues zu entdecken und zu bauen
... und, ja und nicht zuletzt die Kirche lebendig zu erhalten.
Alles lief wie am Schnürchen. Die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse von St. Martin waren mit „Lyb u Seel“ dabei. Und die Lieder der „Dreamlis" erhielten mit den Kindern an den Orff-Instrumenten und Patrick Perella am Klavier eine besondere Note. Das Stück gefiel ihnen selber auch und entsprach sichtlich auch ihrem Geschmack. Mit andern Worten: sie spielten nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für sich, denn es war gewissermassen auch „ihr“ Fest.
Das Spiel endete wie folgt: (Erzählerin erwacht, streckt sich): „Ah, han ig schön troumet, i wünschti, dass alles, was ig i mim Troum ghört ha für alli Mönsche uf der Wält chönnt Würklichkeit wärde ....“
Dem Schlusslied „Was isch das für ä Nacht“ folgte ein langanhaltender Applaus. Den beiden Autor- und Regisseurinnen wurde zudem mit Blumen gedankt.
Und ... war es für das Publikum auch ein Traum? Nein, es war Wirklichkeit und vor allem ein schönes, ins Gemüt gehendes Weihnachtsfest. Ein Fest für Jung und Alt, ja der ganzen Gemeinde. Und dass so ein Fest nur dank den vielen Helferinnen und Helfer hinter, vor und neben der Bühne gelingen kann, wird hier nicht bloss der Vollständigkeit halber geschrieben. Danke. So schauen wir denn getrost in die Zukunft und freuen uns auf das Weihnachtsspiel 2003.
(Marcell Suter)Impressionen des Weihnachtspiels
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