Freitag, 2. März 2012
Weltgebetstag aus Malaysia

In diesem Jahr haben Frauen aus Malaysia die Liturgie gestaltet zum Thema: Lasst Gerechtigkeit walten!

Titelbild WGT 2012

Malaysia, ein Staat, dessen zwei Landesteile - getrennt durch das Südchinesische Meer - über 500 Kilometer auseinander liegen; ein Land, dessen rund 27 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner unterschiedliche ethnische, kulturelle und religiöse Wurzeln haben.

Malaysia, seit 1957 unabhängig, gilt als wirtschaftlich aufstrebend und ist als konstitutionelle Wahlmonarchie weltweit einzig.

Seine Hauptstadt Kuala Lumpur liegt in Westmalaysia, wo ca. 80% der Bevölkerung leben. Im viel größeren Ostmalaysia, das auf Borneo liegt, leben vor allem indigene Völker.

Malaysia könnte zauberhaft sein: Mit vielen Stränden, fruchtbaren Ebenen an den Küsten, tropischem Dschungel, Hügeln und Bergen bis 4000 m versucht es mit Erfolg, Touristen anzuziehen. Ja, wenn es Korruption, Ungerechtigkeit und vor allem die Menschenrechtsverletzungen nicht gäbe! Aber man spricht unter dem Druck der Regierung am besten nicht darüber.
Die Weltgebetstagsfrauen haben in ihrer Liturgie einen Weg gefunden, Ungerechtigkeiten, die "zum Himmel schreien", anzuprangern: Sie lassen die Bibel sprechen. Die harten Klagen des Propheten Habakuk schreien zu Gott. Und die Geschichte von der hartnäckigen Witwe und dem korrupten Richter aus dem Lukasevangelium trifft genau den Lebenszusammenhang der Verfasserinnen und vieler Menschen weltweit. Das Bild von der "stumm leidenden malaysischen Frau", das nicht nur in Männerköpfen immer noch gültig ist, trauen sich die Weltgebetstagsfrauen im Gebet zu widerlegen. Weltweit wollen sie alle Christinnen und Christen am 2. März 2012 aufrufen, aufzustehen für Gerechtigkeit.

Rund um die Erde wird am ersten Freitag im März in über 180 Ländern der Weltgebetstag gefeiert. Auch in der Schweiz werden in über 1000 Gemeinden Menschen zusammenkommen, um in einer ökumenischen Feier die Worte der malaysischen Frauen zu hören und mit ihnen gemeinsam für eine gerechtere Welt und den Frieden einzustehen. Kommen auch Sie, reihen Sie sich ein in die weltweite Gebetskette.

Alle - Männer und Frauen - sind herzlich eingeladen!

Donnerstag, 15. März 19.30 Uhr im Pfarrsaal St. Marien Frauenpower in Afrika

Im Rahmen der diesjährigen Kampagne von Fastenopfer und Brot für alle "Mehr Gerechtigkeit heisst weniger Hunger" zeigen wir zwei Kurzfilme (je 53 Minuten) über zwei Frauen, die den Friedensnobelpreis für ihre Verdienste bekommen haben.

Zwei Portraits von engagierten Frauen und ihrem Kampf für Demokratie

Portrait von Wangari Maathai

Wangari Maathai, Friedensnobelpreisträgerin 2004 und Kämpferin

Der Film porträtiert die Kenianerin Wangari Maathai, eine engagierte Umweltaktivistin und Kämpferin für Menschenrechte und Demokratie. Sie wurde 2004 mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Die von ihr gegründete "Green Belt"- Bewegung war anfänglich eine breit angelegte Initiative zur Wiederaufforstung.

In Weiterbildungsseminaren und Diskussionsforen lehrt die Bewegung afrikanischen Frauen und Männer inzwischen, ihre Rechte einzufordern und sich für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen. So zeigt der Film exemplarisch, wie Engagement und Widerstand politischen Wandel herbeiführen können.

Portrait von Ellen Johnson Sirleaf

Ellen Johnson Sirleaf Friedensnobelpreisträgerin 2011 und Präsidentin von Liberia

Sie wurde 2006 als erste Präsidentin eines afrikanischen Staates vereidigt. Der Film begleitet die neu gewählte Präsidentin während ihres ersten Amtsjahres und zeigt ihre verschiedenen Aufgabenbereiche. Mit grosser Nähe folgt die Kamera der Protagonistin und zeigt sie sowohl bei öffentlichen Auftritten als auch hinter den Kulissen. "Die Chefin von Liberia" ist nicht nur das Porträt einer starken Frau, sondern auch ein anschauliches Lehrstück in Sachen Demokratie.

Interessierte Frauen und Männer sind herzlich eingeladen.

Der Vorstand der Frauengemeinschaft