19.01.18

Medienmitteilung zur 125 Jahre Feier

Thuner Katholiken feiern 125 Jahre lebendige Kirche

 

Thun, 12. Juni 2017

Vor 125 Jahren wurde in Thun die erste römisch-katholische Kirche in Betrieb genommen; vor über 40 Jahren ist bereits eine zweite römisch-katholische Kirche auf Thuner Boden gebaut worden. Rund 13‘000 Mitglieder aus 42 Einwohnergemeinden zählt die römisch-katholische Kirchgemeinde Thun. Über 1‘000 Personen werden an der offiziellen Jubiläumsfeier vom Sonntag, 18. Juni 2017 um 10.00 Uhr auf dem Thun-Expo-Areal erwartet – eine Anzahl, die trotz stattlicher Grösse keine der beiden Pfarreien St. Marien und St. Martin beherbergen könnte.

 

Rund 13‘000 Katholikinnen und Katholiken aus nicht weniger als 42 Einwohnergemeinden gehören zur römisch-katholischen Kirchgemeinde Thun – und würden damit fast das Hallenstadion Zürich füllen. Ganz so gross hat die römisch-katholische Gemeinschaft auf Thuner Boden vor 125 Jahren noch nicht ausgesehen; dennoch war die Zahl an Katholikinnen und Katholiken im reformierten Thun so gewachsen, dass eine eigene römisch-katholische Kirche oberhalb des damaligen Nobelhotels Thunerhof gebaut und 1892 offiziell in Gebrauch genommen: St. Marien Thun wurde im Folgejahr vom Bischof eingeweiht (vgl. Kasten zur Geschichte). Keine 100 Jahre später – 1971 – folgte die Einweihung der zweiten römisch-katholischen Kirche auf Thuner Boden, geweiht dem Heiligen Martin.

 

Jubiläum in der Mitte
Beide Pfarreien – St. Marien und St. Martin – gehören zur gleichen Kirchgemeinde; in beiden wird während des Jubiläumsjahrs an die Konstituierung der eigenen römisch-katholischen Kirchgemeinde gedacht. Offizieller Festakt zum 125-jährigen Bestehen der römisch-katholischen Kirchgemeinde Thun ist am Sonntag, 18. Juni 2017 um 10.00 Uhr. Damit an der offiziellen Jubiläumsfeier möglichst viele Katholikinnen und Katholiken sowie Ehrengäste von Stadt, Kanton und des Bistums Basel, zu dem die Kirchgemeinde Thun gehört, mitfeiern können, findet die Festmesse erstmals nicht in einer der beiden Kirchen statt. Mit über 1‘000 Personen wird ziemlich genau in der Mitte der beiden Pfarreien St. Marien und St. Martin gefeiert – in der Halle 0 auf dem Thun-Expo-Areal. Diese Ortswahl ist ein Novum in der 125-jährigen Geschichte und bietet gleichzeitig die Gelegenheit, das Verbindende der beiden Pfarreien auch örtlich zu betonen.

 

Eine lebendige Kirche

Dass trotz diverser Unkenrufe die Kirchenbänke nie leer stehen, beweist die Tatsache, dass in beiden Pfarreien mehr als 40 Gruppen aktiv sind – von Kinder- und Jugendriegen über Chöre, Bands und Seniorengruppen bis hin zur Besuchsgruppe, die im vergangenen Jahr nicht weniger als 1‘348 Besuche bei Gemeindemitgliedern abgestattet hat. So wird auch der Jubiläumsgottesdienst in der Thun-Expo-Halle von 55 Ministranten begleitet und von gut 100 Mitwirkenden aus Kirchen- und Festtagschor, Hootchers und der Band Da Capo musikalisch umrahmt. Am anschliessenden Festakt werden Tanzgruppen aus Sri Lanka und Portugal sowie weiteren Missionen zeigen, wie farbig und lebendig die römisch-katholische Kirche im Raum Thun auch heute noch ist. So betont Kirchgemeindepräsident Remo Berlinger: „Nur eine lebendige Kirche hat Herz und Strahlungskraft, kann Menschen ergreifen, bewegen, gewinnen, zusammenführen, integrieren, Gemeinschaft schenken.“

 

Geschichtlicher Abriss der röm.-kath. Kirchgemeinde Thun
(hed) Mit der Reformation im Berner Oberland von 1528 verloren die Katholikinnen und Katholiken ihre Kirchen und die Erlaubnis, ihre Glaubenszugehörigkeit aktiv zu zelebrieren. Erst ab 1819 wurde auf Antrag des Regierungsrats explizit für die Eidgenössische Militärschule in Thun die katholische Messfeier wieder offiziell erlaubt. Gefeiert wurde im Chorraum der über 1000-jährigen Kirche Scherzligen.

Doch nicht nur die katholischen Schüler der Eidgenössischen Militärschule in Thun, sondern auch der zunehmende Tourismus und der Zuzug von katholischen Familien im Berner Oberland sorgten für eine wachsende Anzahl Katholikinnen und Katholiken im Raum Thun und darüber hinaus. Ab 1871 durfte im Gemeinderatszimmer des Thuner Rathauses die Hauptversammlung der Thuner Katholiken samt Messfeier durchgeführt werden. Bereits 17 Jahre später schenkte die Stadt den Katholiken 1480 Quadratmeter der Thunerhof-Domäne, um darauf die erste römisch-katholische Kirche nach der Reformation im gesamten Berner Oberland zu bauen.

1892 wurde die Kirche St. Maria in Thun in Gebrauch genommen und im Folgejahr offiziell vom Bischof geweiht. Bereits Ende der 1950er Jahre wurde im Thuner Westquartier weiteres Bauland für den Neubau einer zweiten römisch-katholischen Kirche auf Thuner Boden gesammelt. 1971 wurde die Kirche St. Martin eingeweiht.

1994 trat mit Pia Gadenz-Mathys erstmals im Kanton Bern eine Frau als Gemeindeleiterin den Dienst in der römisch-katholischen Kirche an. Heute steht St. Marien unter der Leitung von Diakon Patrick Erni-Schmidiger und St. Martin unter Leitung von Pfarrer Kurt Schweiss. Gemeinsam zählen beide Pfarreien rund 13‘000 Mitglieder aus 42 Einwohnergemeinden; das entspricht in etwa jedem 7. Einwohner. 

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