05.11.15

Zum Nachdenken - In diesen Spätherbsttagen...,

... wenn die Blätter sich von Bäumen und Sträucher lösen und die bunten Farben sich langsam zurück ziehen, in diesen Spätherbsttagen, wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, in diesen Spätherbsttagen, wenn wir unseren Verstorbenen gedenken und wir uns vielleicht selber Gedanken zum eigenen Sterben machen und  der Frage nach einem möglichen Weiterleben nach dem Tod nachsinnen, in solchen Zeiten kann ein Text wie „das Lied am Grab“ von Lothar Zenetti uns in unserem Suchen und Fragen begleiten…

LIED AM GRAB

Niemand weiss, wie lange werden wir noch sein,
morgen oder heute holt der Tod uns ein.
Keiner kann uns helfen, jeder stirbt allein,
und es bleibt am Ende nur ein Grab, ein Stein.
Alle unsere Namen wird der Wind verwehn,
oder ruft uns ein Geheimnis, dass wir fortbestehn?


Kann es sein, dass Gott uns einst vom Tod befreit
und in Freude wandelt alles Menschenleid?
Ob wir dann wie Kinder
vor Gott – Mutter/Vater stehn
und mit neuen Augen ihre Wunder sehn?


Werden wir dann hören, wie die Schöpfung singt,
wie das Lied der Sterne und der Blumen klingt?
Eine neue Erde, wie soll das geschehn,
dass wir unsre Lieben einmal wiedersehn?
Oder sind das Träume, die wir uns erdacht?
Wer von uns ist jemals aus dem Tod erwacht?
Wer wälzt von dem Grabe uns den schweren Stein?
Wer kann, wenn wir tot sind, uns vom Tod befrein?


Einen sah ich sterbend in das Leben gehen,
und ihm will ich glauben, dass wir auferstehn.                                       

  Nach Lothar Zenetti
   
                        Carmen Cattarina Baumli
  Theologin
Pfarrei St. Martin, Thun

 

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