08.09.14

Zum Nachdenken - Grüner Nobelpreis

Ruth Buendia

Uns würde es nicht weiter auffallen, wenn es ein ganzes Volk nicht mehr gäbe, weil wir es hier gar nicht kennen: Die Asha'ninka. Wie viele Völker in Südamerika ist dieses peruanische Volk durch grosse Entwicklungsprojekte bedroht.

 

Ruth Buendia entstammt diesem Volk. Im Alter von 12 Jahren musste sie vor der Guerilla in Sicherheit gebracht werden und kam nach Lima. Später erinnerte sie sich an ihre kulturellen Wurzeln und ging wieder zurück.

 

Hier erfuhr sie von den Plänen der peruanischen und brasilianischen Regierung, ihr Land zu überfluten und den Einheimischen die Lebensgrundlage zu entziehen. Sie setzte sich zur Wehr und ogranisierte den Widerstand, der alsbald Wirkung zeigte. Ausserdem arbeitete sie daran, dass die Leute in der Landwirtschaft nicht Koka für den Dorgenhandel anpflanzten, sondern nachhaltigen Kaffee- und Kokaanbau betrieben.

 

Die fünffache Mutter Ruth Buendia wurde nun mit dem grünen Nobelpreis ausgezeichnet. Sie hat mit ihrem Einsatz einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung geleistet, nicht nur durch, dass sie geholfen hat, Lebensraum zu erhalten, sondern auch ein ganzes Volk vor der Auslöschung bewahrt hat. Denn Gott hat die Welt und die Menschen vielfältig geschaffen. Dieser Vielfalt gilt es, Sorge zu tragen.

 

Leo Rüedi, Pfarrei St. Marien Thun

 

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