24.12.10

Weihnachtsspiel "Sascha"

Sonntag, 12. Dezember, 17:00 Uhr, Kirche St. Martin. Auf dem Programm steht: Weihnachtsspiel "Sascha". Wer erinnert sich nicht an das Spiel "Ein Stern fällt vom Himmel" vor einem Jahr? Es war beste Werbung. Die Kirche ist auch in dieses Jahr wieder sehr gut besetzt.
Zum Spiel: Der Schüler Sascha ist in und ausserhalb der Schule ein Störenfried. Er benimmt sich auffällig und schikaniert Gross und Klein. Die Gleichaltrigen weichen ihm aus, und die Erwachsenen verfolgen sein Tun mit Skepsis. Nicht wenige meinen sogar, er sei dem Bösen verfallen.
Aber eines Tages passiert etwas Ausserordentliches: Sascha sieht im Garten eines Hauses eine Frau im Rollstuhl. Nach einem von ihm angezettelten Geplänkel kommen die Beiden ins Gespräch. Hildi, so der Name der Frau, sagt dem Sascha, dass sie sich über seinen "Besuch" sehr freue, viel allein und zudem blind sei. Sascha stutzt, und weil sich bei ihm gewisse Zweifel einstellen, geht er kurzerhand zur Prüfung über: Er streckt der Frau die Zunge raus. Und weil Hildi keine Reaktion zeigt, meint er kurz zu sich: Stimmt! Die beiden können darauf vernünftig miteinander reden, und Sascha besucht die Frau in der Folge fast jeden Tag. Er geht mit Hildi im Rollstuhl sogar ins Dorf. Die "grossen Leute" kommen fast nicht aus dem Staunen heraus, merken aber, dass Sascha sich zum Guten entwickelt.
Hildi wird für Sascha so etwas wie eine Tagesmutter. Seine Eltern sind den ganzen Tag über weg. Es überrascht daher kaum, dass Sascha und Hildi das Weihnachtsfest miteinander feiern. Sascha "bsorgt ds Bäumli" und Hildi liefert etwas zum Knabbern. Etwas später fordert Hildi Sascha auf, von ihren Lieblingsliedern zwei CD-Nummern zu drücken. Die Dreamlis singen: "Noi siamo i tre re" und "Was isch das für ne Nacht".
Doch es wird noch besser: Hildi veranschaulicht Sascha die Geburt Christi so, wie sie sie vor vielen, vielen Jahren den eigenen Kindern erzählt hat, nämlich in der Art der Pantomime (*) mit Maria und Josef, der Geburt Christi im Stall, den Hirten und den drei Königen, die von einem Stern zum Stall geleitet werden. Dann schenken Hildi und Sascha einander kleine persönliche Geschenke.

Die Dreamlis stellen sich wieder auf und singen "Zünd es paar Liechtli a". Einen Moment ist es hierauf still in der Kirche, doch dann folgt ein überaus kräftiger Applaus.
Und? "Es isch es schöns u kei Momänt längwyligsWiehnachtsspiel gsy." Es war zweifellos ein Spiel mit Tiefgang, das von den Schülerinnen und Schülern einiges abforderte. Regie: Marianne Widmer. Allen, die in irgendeiner Form Hand angelegt haben, sei zugerufen: Dankeschön.

Suter Marcell

(*) Pantomime: mit Gesten, Mimik und Bewegungen; trotzdem ausdruckstark.

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