Gedanke zum Totengedenksonntag, am 4. November 2007
um 10.00 Uhr in der Marienkirche
um 10.30 Uhr in der Martinkirche

Steg zum Grunderinseli in Thun

Immer wieder die Lebensübergänge.

Der Tod -
Der grösste Übergang nach der Geburt.

Für alles gibt es ein Jetzt und Dann.

Wir alle kennen das aus unserem Leben.

Mit vielen Menschen teilen wir diese Erfahrungen.
Wir machen sie in guten Tagen ebenso wie in schweren Zeiten.
Nichts kann auf immer festgehalten werden, auch wenn es noch so schön ist.
Das stimmt manchmal traurig.
Wie gerne hätten wir manchem Glücksgefühl Dauer verliehen.

In Bedrängendem, in Krankheit und Schmerz war es tröstlich:
es wird nicht immer so bleiben. Es geht vorüber.

Die Brücke ist wie ein Symbol für den Tod.
Wer stirbt, wird hinübergeführt und betritt "neues Land".
Unsere Augen können ihm nicht folgen.

Wir berufen uns auf Jesus Christus, der gesagt hat:
"Wer an mich glaubt, wird leben - auch wenn er stirbt."
Manchmal ist schwer zu glauben, wenn man gar nichts mehr sieht.

Manchmal ist es unsagbar tröstlich, einander im Gottesdienst wieder zu sehen.
Wenn wir gemeinsam beten, singen und hinhören, sammeln wir Lebenserfahrungen.

Liebe Angehörige von Verstorbenen

Innerhalb des vergangenen Jahres - seit November 2006 - haben Sie durch den Tod einen Menschen verloren, der Ihnen lieb war und viel bedeutete. Sie haben damals in einer Trauerfeier von ihm Abschied genommen. Wie sehr Sie ihn vermissen, haben Sie wohl aber erst in den Wochen und Monaten nachher erfahren.
Immer zu Beginn des Novembers gedenken wir in einer gemeinsamen Feier der Toten und besonders der innerhalb des vergangenen Jahres Verstorbenen.
Mitten im Gottesdienst zünden wir, nachdem wir den Namen erwähnt haben, eine Kerze an.
Im gemeinsamen Gedenken und Beten soll Ihnen jene Kraft zukommen, die Sie und wir alle brauchen, wenn wir auf unseren Wegen weitergehen wollen.

Wir wünschen Ihnen alles Liebe und Gottes Segen und grüssen Sie alle herzlich.

Für die Seelsorgeteams St. Marien und St. Martin
Urs Zimmermann-Suter, Diakon