Aus dem Himmel ohne Grenzen

Aus dem Himmel ohne Grenzen
trittst du tastend an das Licht,
du hast Namen und Gesicht
du bist wehrlos wie wir Menschen.

Als ein Kind bist du gekommen,
noch dein Schatten macht uns blind,
unnachspürbar wie der Wind,
der vorbeiweht in den Bäumen.

Wie ein Feuer vorgefunden,
wie ein Leitstern uns gesandt,
Spur, die weist in fremdes Land,
in den Tod bist du verschwunden.

Quelle bist du tief begraben,
Mensch im Wüstensand allein.
Wird da je ein andrer sein,
wird die Erde Frieden haben?

Als ein Wort bist du gegeben,
Frucht und Hoffnung in der Nacht,
wie ein Schmerz, der heil uns macht,
als ein Neubeginn des Lebens.

Text Huub Oosterhuis
Übersetzung Annette Joerges