Gedanken zum November

Geschliffene Steine in einem Flussbett

Die Quellen des Lebens umspülen uns.
Sie schleifen unsere Lebenskanten.
Das Meer vom Leben in unseren Tränen - wenn wir lachen oder weinen.
Die Träne ist nicht zurückzuhalten.
Sie ist eine nicht unbedeutende Reaktion unserer Seele, unseres Gemütes - das innerste Gefühl.

Wir können die Tränen nicht immer erzeugen, auch wenn wir möchten, wenn wir z.B. von den vielen unschuldigen toten Menschen aus Gewaltverbrechen, Krieg, Terror und von Natur- und Wirtschaftskatastrophen

Wirbel im Wasser und der Himmel spiegelt sich darin

Wir möchten hie und da untertauchen.
Wir möchten hie und da wirkliche Antworten hören vom Jenseits.
Wie geht das Leben weiter?
Glauben wir das Richtige?
Lohnt es, zu verzichten?

Lassen wir uns nicht täuschen.
Die Trauer um einen geliebten Menschen weckt Kraft und Kreativität.
Unterdrückte Trauer,
Trauer, die wir bewusst blockieren,
hindert uns am äusseren und inneren Lebensfluss.

Laubbewachsener Hauseingang in Venedig

Die Trauer lässt Quellen fliessen, die Traurigkeit trocknet aus. Suchen wir besonders im November Orte und Räume auf und finden wir Zeit für unsere Beziehungen zu denen, die mit uns sind und zu jenen, die uns vorausgegangen sind.

Mosaik Grabplatte im Tessin: Maria mit dem toten Christus

Unsere Traditionen in Glaube und Kirche helfen uns, dass wir nicht austrocknen und das lebendige Wasser in uns fliessen lässt.

Wir wünschen Ihnen Quellen wahren Lebens, hilfreiche Bilder, Türen und Tore ins Leben und vor allem eine glaubende Gemeinschaft, die vertraut, dass Gott da ist und uns Hilfe im Leben und Sterben ist.

In Verbundenheit:

Für die Seelsorgerinnen Seelsorger in St. Martin und in St. Marien
Urs Zimmermann, Diakon.