Die Herbstfarben laden uns zum Erntedank ein
Gut, dass wir genügend Essen, sauberes Wasser und eine intakte Infrastruktur haben.
Wir staunen täglich, wie unser Zusammenleben mehr oder weniger sehr gut gelingt.
Mit dem Staunen kommt unweigerlich die Dankbarkeit.
Wie unser Leben kunstvoll und selbstverständlich, wie ein Blumenarrangement, zusammengestellt ist, entdecken wir selbst.
Doch die grosse Dankbarkeit ist nicht täglich da. Unmöglich. Darum müssen wir uns die spezielle Zeit dafür schaffen.
Der Erntedank in den Kirchen ist in der Herbstzeit über zwei Monate verteilt. Wir freuen uns mit allen, die sich daran erinnern,
mit wem wir alles zusammenarbeiten,
mit welcher Gesinnung wir auf dem Weg sind,
und wie wir einander für die guten Dienste dankbar sind.
Wir freuen uns mit allen, dass wir uns mit ganzer Seele daran feierlich erinnern können, aus welcher Hand und aus welchem Geist wir uns nähren dürfen.
Dazu lesen wir folgende Geschichte:
Eines Tages lud Abraham einen Bettler zum Essen in sein Zelt ein. Als das Tischgebet gesprochen wurde, begann der Mann Gott zu verfluchen und erklärte, er könne nicht ertragen, Seinen Namen zu hören.Empört warf Abraham den Gotteslästerer hinaus.
Als er zur Nacht betete, sagte Gott zu ihm: "Dieser Mann hat mich fünfzig Jahre verflucht und geschmäht, und ich habe ihm jeden Tag zu essen gegeben. Konntest du dich nicht wenigstens während einer einzigen Mahlzeit mit ihm abfinden?"
Wir, die Seelsorgeteams St. Marien und St. Martin wünschen Ihnen allen eine gesegnete Herbst- und Erntezeit.
Röm.-Kath. Kirchgemeinde Thun, Kapellenweg 7, 3600 Thun, Tel. 033 225 03 53, Fax 033 225 03 63
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