Zu Christi Himmelfahrt und Pfingsten

Christi Himmelfahrt (Garofalo + 1550)

Wir sprechen so oft von Gott und Geist. Oft ist alles reden ein Stammeln und Stocken und es bleibt im Ansatz haften.
Ohne Gebet und Arbeit werden wir es nie in Erfahrung bringen.
Ohne lieben und versöhnen werden wir es nie erleben, wie Gott sich uns offenbaren will.

Unser Verbundenheit mit Gott in Christus bleibt ein grosses Geheimnis. Alle Bilder und Vorstellungen reichen nicht aus. Alle Bilder und Vorstellungen erzählen uns: wir haben Anteil an seiner Liebe und dem Geheimnis seiner Offenbarung. Gottes Geist und Ewigkeit lebt in unserer Seele.

Jesus stellt sich mit seiner Himmelfahrt gegen alle Gottesbilder, die Angst, Gewalt und Willkür zeigen.

Wir brauchen Feste wie die Himmelfahrt Christi,
die über sich hinaus weisen,
unsere Grenzen sprengen
bis sich der Himmel öffnet.

Alles ist vorbereitet und erzählt uns,
dass selbst der Tod uns die Zukunft nicht verbaut

Die Geheimnisse Gottes übersteigen unsere menschliches Begreifen.
Wir können Gott nicht in den Griff bekommen.
Wir werden stets um den Geist der Wahrheit bitten,
damit er die Augen des Glaubens erleuchte.

Christus in der Herrlichkeit, zwei Engel, Maria, die Apostel (syr. Codex Rabbula, vor 586)

Du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit,
du unversiegbare Quelle der Liebe und des Friedens
Du Band der Gnade und aller Treue,
wir beten dich an und bitten dich:
erfülle uns mit Freude und Dankbarkeit.
In der Himmelfahrt deines Sohnes
hast du uns Menschen erhöht.
Schenke uns das feste Vertrauen,
dass auch wir zu der Herrlichkeit gerufen sind,
in die Christus uns vorausgegangen ist,
der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Amen.

Wir wünschen allen friedvolle Feiertage

Im Namen der Seelsorgeteams St. Martin und St. Marien
Urs Zimmermann-Suter, Diakon