Zum Bettag 2006

Aussicht vom Jakobshübeli Thun auf die Berneralpen und den Thunersee Blick vom Jakobshübeli auf das Schloss Thun mit Stadt Kirche und Marienkirche

Lebensaussichten? Wie geniessen wir unsere Lebensschau und auf was sind wir fokussiert?

Am diesjährigen sind wir wieder eingeladen darüber nachzudenken.

Die folgende Kurzgeschichte möge Ihnen Mut machen, sich Zeit zum Nachdenken zu nehmen.

Als ein Meister seinen König zur Meditation einlud und die Antwort erhielt, er sei zu beschäftigt, sagte er ihm: "Ihr erinnert mich an einen Mann, der mit verbundenen Augen im Dschungel umhergeht - und zu beschäftigt ist, die Binde abzunehmen." Als der König vorgab, wirklich keine Zeit zu haben, sagte der Meister: "Es ist ein Irrtum, dass Meditation aus Zeitmangel nicht möglich ist. Der wahre Grund ist ein rastloser Verstand."

Die Geschichte ist mit einem erschöpften Holzfäller zu vergleichen, der Zeit und Kraft verschwendete, weil er mit einer stumpfen Axt einschlug. Denn wie er sagte, habe er keine Zeit, die Schneide zu schärfen.

Nehmen wir unsere vielen guten Gelegenheiten wahr und denken wir mit anderen Mitmenschen über unser Leben und Zusammenleben nach und wie wir mit der Hilfe unseres menschenfreundlichen Gottes die Zukunft gestalten wollen.

In St. Marien (mit dem Kirchenchor Thun) und in St. Martin (mit den Jodlern aus Uetendorf) haben wir zwei sehr schöne Einladungen. Schenken Sie sich Zeit zur Besinnung, zum Danken und Beten.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Bettag.

Für die beiden Seelsorgeteam St. Marien und St. Martin
Urs Zimmermann, Diakon